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Wissenswertes

Daten

Fläche: 10,79 km²
Koordinaten: 47° 34′ N, 16° 30′ O
Höhe: 276 m ü. A.
Postleitzahl: 7321
Vorwahl: 02619
Gemeindekennziffer: 10825

Karte

Das Wappen

Wappenverleihung: 28. Juni 1992

In einem von Blau und Silber gespaltenen Schild, links ein silberner barocker Kirchenturm, rechts ein aufrechtes grünes Eichenblatt.

Die gegenwärtigen Wappensymbole stellen Zeichen dar für die Überlebenskraft der Gemeinde in ihrer wechselhaften Geschichte, mit Hilfe der Heilkraft der Natur (Eichenblatt) und des Glaubens an eine höhere Bestimmung des Menschen (Kirchenturm).

Geschichte

Die geschichtliche Entwicklung der Marktgemeinde Unterfrauenhaid lässt sich bis in die Römer- oder sogar Jungsteinzeit zurückverfolgen.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Unterfrauenhaid im Jahr 1222 unter dem Namen "Villa Sancta Maria" (= "Dorf der heiligen Maria").

Weiters erschien in einer Urkunde von 1254 Unterfrauenhaid mit dem Namen "Lok" (lat. Lacus=See).

Nachdem das Dorf 1368 noch nachweislich bewohnt war, wurde es bereits ein Jahrhundert später als Wüstung erwähnt. Ursache waren Seuchen, Fehden und Grenzkonflikte zwischen Österreich und Ungarn, aber einschüchtern ließen sich die Unterfrauenhaider nicht und bauten das Dorf immer wieder auf.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Lók verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Osterreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

1970 wurden Lackendorf, Raiding und Unterfrauenhaid zur Großgemeinde Raiding-Unterfrauenhaid zusammengelegt. 1990 erfolgte die erste Gemeindetrennung des Burgenlandes. Unterfrauenhaid wurde wieder selbstständige Gemeinde, blieb aber Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Unterfrauenhaid - Lackendorf.